Modernes Webdesign

Das Internet ist erwachsen und zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres Lebens geworden. Es gibt kaum noch eine Firma oder Organisation, einen Freischaffenden oder einen Verein, die ohne eine eigene Webseite auskommen.

Dabei haben sich die Techniken und Möglichkeiten bei der Erstellung von Webseiten in den letzten Jahren rasant entwickelt - und damit natürlich auch die Erwartungen der Besucher Ihrer Seite. Was vor einigen Jahren noch Standard war, ist heutzutage unter Umständen schon völlig veraltet. Diese Ansprüche betreffen v.a. die Bereiche

  • Benutzerfreundlichkeit
  • Barrierefreiheit
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Dynamik
  • Ästhetik und Design

Der Quellcode und das CSS

Der Quellcode ist der Text, in dem alle Inhalte der Seite festgelegt werden: Texte, Listen, Tabellen, Fotos, Videos etc. Er wird in der Auszeichnungssprache (X)HTML geschrieben und sieht mit seinen vielen "<" und ">" ziemlich unübersichtlich aus. Sie können sich den Quellcode jeder Seite anschauen, wenn Sie in Ihrem Browser auf "Ansicht/Quelle" (Internet Explorer), "Ansicht/Seitenquelltext anzeigen" (Firefox) oder einen ähnlichen Menüpunkt gehen. Ist hier alles korrekt, so spricht man auch von validem Quellcode.

Früher wurde im Quellcode gerne auch das Design (Farben, Größen, Positionierungen, Hintergründe etc.) festgeschrieben. Heute benutzt man dazu separate Dateien, die in einer eigenen Sprache (CSS) geschrieben werden.

Die Grundlage für zeitgemäßes Webdesign ist die strikte Trennung von Inhalten (logische Anordnung aller Texte und Grafiken im (X)HTML-Quellcode) und Design (in separaten CSS-Dateien), sowie der Verzicht auf ein tabellenbasiertes Layout.

Sie können den Quellcode Ihrer Webseite leicht selbst überprüfen:

http://validator.w3.org: hier geben Sie die Adresse Ihrer Seite ein und der Validator sagt Ihnen, ob alles valide und im grünen Bereich ist, oder er listet Ihnen alle Fehler genau auf.

Auch die CSS-Datei zu Ihrer Seite können Sie schnell überprüfen lassen: http://jigsaw.w3.org/css-validator/.

Ein aufgeräumter, valider und logischer Quellcode ist die Voraussetzung für so wichtige Bereiche wie Suchmaschinenoptimierung und Barrierefreiheit.

Alle seriösen Anbieter im Bereich Webdesign arbeiten nach diesem Prinzip, natürlich auch die netschmiede.

Tabellen-Layouts

Kostenlose Programme und Online-Baukästen der verschiedenen Internet-Provider ermöglichen es heutzutage jedermann, auch ohne HTML-Kenntnisse eine Webseite zu erstellen. Dabei werden die Text- und Grafikelemente auf der Programmoberfläche angeordnet, ohne dass sich der Benutzer um den Quellcode kümmern muss.

Damit das funktioniert, "missbraucht" das Programm die HTML-Tabellen-Funktion und bastelt eine unsichtbare Tabelle, in die die einzelnen Elemente hineingeschachtelt werden.

Gegen ein solches Tabellen-Layout ist zunächst einmal nichts einzuwenden: das Layout funktioniert, die Seite wird in allen gängigen Browsern angezeigt, und wenn man ein wenig Händchen für Text- und grafische Gestaltung hat, kann man so durchaus ansprechende Webseiten erstellen.

Allerdings ist dies kein valider und heutigen Standards entsprechender Quellcode und man sollte sich der Grenzen und der Schwachpunkte dieses Seitenaufbaus bewußt sein:

  • Corporate Design: ein einheitliches Layout ist wesentlich schwieriger durchzusetzen als mit modernen Techniken, da Gestaltungs- und Designmerkmale nicht zentral gesteuert werden können.
  • Suchmaschinen: Sie wollen im Netz auch gefunden werden? Da haben Sie mit einem Tabellen-Layout schlechte Karten.
  • Barrierefreiheit: Behinderte Menschen, v.a. Blinde, sollen Ihre Seite lesen können? Da haben die schlechte Karten.
  • Wartung und Pflege: das ist nur noch mit dem Programm möglich, mit dem die Seite erstellt wurde. "Zu Fuß" mag sich kein Webdesigner durch den Tabellen-Dschungel kämpfen.